Was ist Handchirurgie?
Die Handchirurgie ist ein spezialisierter Bereich der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie, der sich mit Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen der Hand, des Handgelenks sowie der dazugehörigen Nerven im Unterarm beschäftigt. Das Ziel handchirurgischer Verfahren ist es, die Funktionalität zu erhalten oder wiederherzustellen. Zudem können auch ästhetische Korrekturen durchgeführt werden. Zum Einsatz kommen dabei sowohl konservative als auch operative Methoden, je nach Beschwerden und Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten.
Was behandelt Dozent Dr. Matiasek im Bereich der Handchirurgie?
Dozent Dr. Matiasek bietet eine umfassende Versorgung bei handchirurgischen Beschwerden. Sein Ziel ist es, die Beweglichkeit, Kraft und Funktion der Hand individuell und nachhaltig wiederherzustellen. Je nach Befund kommen konservative Behandlungen, minimalinvasive Techniken oder klassische Operationen zum Einsatz. Die Schwerpunkte seiner Arbeit lassen sich grob in vier Bereiche gliedern:
Erkrankungen der Sehnen und Sehnenscheiden
Ein häufiges Problem ist der sogenannte schnellende Finger. Dabei springt die Beugesehne beim Strecken plötzlich nach vorne, was durch eine Engstelle am Ringband verursacht wird. In einem kleinen Eingriff unter lokaler Betäubung wird das betroffene Band vorsichtig durchtrennt, sodass sich die Sehne wieder frei bewegen kann.
Auch Sehnenscheidenentzündungen treten oft infolge von Überlastung oder einseitigen Bewegungen auf. In den meisten Fällen reicht eine konservative Therapie mit Schienen, entzündungshemmenden Medikamenten oder gezielten Injektionen. Wenn sich die Beschwerden nicht bessern, kann eine kleine Operation notwendig werden, um eine dauerhafte Schädigung zu verhindern.
Eine besondere Bindegewebserkrankung stellt Morbus Dupuytren dar. Dabei entstehen in der Hohlhand Knoten und Stränge, die die Finger allmählich in eine Beugestellung ziehen. Zur Behandlung stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Dazu gehören die minimalinvasive Nadelfasziotomie, eine vollständige Entfernung des veränderten Gewebes oder eine Enzymbehandlung, bei der die Stränge ohne Operation gezielt aufgelöst werden.
Nervenengpasssyndrome
Beim Karpaltunnelsyndrom ist der Mittelnerv im Bereich des Handgelenks eingeengt. Dies macht sich häufig durch Kribbeln, Taubheitsgefühle oder nächtlich einschlafende Finger bemerkbar. Wenn eine konservative Therapie nicht ausreicht, kann ein kleiner chirurgischer Eingriff helfen. Dabei wird das beengende Karpalband durchtrennt. Je nach Situation erfolgt der Eingriff offen, halboffen oder endoskopisch.
Das Sulcus nervi ulnaris Syndrom betrifft den Ellennerv im Ellenbogenbereich. Es äußert sich durch Missempfindungen im Klein- und Ringfinger sowie durch einen nachlassenden Kraftgriff. Um bleibende Nervenschäden zu vermeiden, wird der Nerv operativ entlastet. Dies kann entweder in seiner natürlichen Position erfolgen oder durch eine Verlagerung in ein geschützteres Gewebe.
Gelenkerkrankungen
Ein häufiges Problem im Bereich des Daumens ist die Rhizarthrose. Dabei handelt es sich um eine Arthrose des Daumensattelgelenks, die Greifbewegungen erschwert und zu Schmerzen führt. In der Frühphase helfen konservative Maßnahmen wie Schienen, Physiotherapie oder gezielte Injektionen. Wenn die Beschwerden anhalten, kann eine individuell angepasste Operation zur dauerhaften Verbesserung beitragen.
Gutartige Gewebeveränderungen
Ganglien, auch Überbeine genannt, sind gutartige Zysten, die häufig am Handgelenk entstehen. Sie sind mit Gelenkflüssigkeit gefüllt und können Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen. Meist genügt eine klinische Untersuchung zur Diagnose, in manchen Fällen unterstützt durch Ultraschall. Wenn eine Entfernung notwendig ist, erfolgt diese ambulant unter lokaler Betäubung. Dabei wird das Ganglion samt seiner Verbindung zur Gelenkkapsel entfernt, um Rückfälle zu vermeiden. In speziellen Fällen kann auch eine besonders schonende endoskopische Methode angewendet werden.
Was muss ich vor einer Handchirurgischen OP beachten?
Vor jedem handchirurgischen Eingriff nimmt sich Dozent Dr. Matiasek ausreichend Zeit für ein persönliches Beratungsgespräch. Dabei geht es nicht nur darum, Ihre Beschwerden genau zu verstehen, sondern auch darum, Ihre Hand gründlich zu untersuchen und Sie transparent über alle Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. Die Vorbereitung auf die Operation spielt eine wichtige Rolle für den sicheren Verlauf. Etwa zwei Wochen vor dem Eingriff sollten Sie möglichst auf Nikotin und Alkohol verzichten, da beides die Wundheilung beeinträchtigen kann. Falls Sie blutverdünnende Medikamente wie Aspirin, Thrombo ASS oder Marcoumar einnehmen, sprechen Sie dies bitte rechtzeitig mit Dozent Dr. Matiasek ab. Manchmal ist es nötig, diese vorübergehend abzusetzen. Auch Schlafmittel sollten nach Möglichkeit pausiert werden.
Am Tag des Eingriffs sollten Sie auf Handcremes und Nagellack verzichten, damit der Operationsbereich steril bleibt. Falls eine Vollnarkose vorgesehen ist, dürfen Sie ab sechs Stunden vor der OP nichts mehr essen. Bis vier Stunden vorher können Sie noch Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
Wie läuft die Behandlung ab?
Die Art des Eingriffs richtet sich nach der Diagnose und dem Ausmaß der Beschwerden. Kleinere Eingriffe, wie etwa die Spaltung eines Ringbands oder die Entfernung eines Ganglions, können oft in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Komplexere Operationen, etwa bei einem Sulcus ulnaris Syndrom oder einer fortgeschrittenen Dupuytren’schen Kontraktur, erfolgen hingegen in Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose.
Nach dem Eingriff wird die operierte Hand sorgfältig verbunden und ruhiggestellt. In vielen Fällen erfolgt direkt im Anschluss eine gezielte Mobilisation mit einfachen Übungen. Falls nötig, erhalten Sie eine individuell angepasste Schiene. Auch eine begleitende Physiotherapie kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, um die Beweglichkeit möglichst schnell wiederherzustellen.
Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?
Wie bei jeder Operation kann es auch bei handchirurgischen Eingriffen zu Nebenwirkungen kommen. Häufig treten Schwellungen, Blutergüsse oder vorübergehende Taubheitsgefühle auf, die jedoch meist rasch abklingen. Infektionen, Nachblutungen oder Nervenverletzungen sind sehr selten, können aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dozent Dr. Matiasek arbeitet nach höchsten medizinischen Standards und klärt Sie vorab ausführlich über alle möglichen Risiken auf. Die meisten Patientinnen und Patienten erholen sich innerhalb weniger Tage gut und beschwerdefrei.
Was ist nach einem handchirurgischen Eingriff zu beachten?
Nach dem Eingriff begleitet Dozent Dr. Matiasek Sie engmaschig durch den Heilungsprozess – von der Nachkontrolle der Wunde bis zur Wiederherstellung Ihrer Handfunktion. In den ersten Tagen ist es wichtig, die Hand regelmäßig zu kühlen und hochzulagern, um Schwellungen zu minimieren. Die Fäden werden in der Regel nach etwa zwölf bis vierzehn Tagen entfernt. Je nach Operation und Befund beginnt der schrittweise Belastungsaufbau in einem Zeitraum von zwei bis sechs Wochen. Ergotherapie oder gezielte Bewegungsübungen können die Heilung zusätzlich fördern. In der ersten Zeit sollten Sie auf Sport, Solarium, Sauna und den Konsum von Nikotin verzichten, um den Heilungsverlauf nicht zu beeinträchtigen.
Haben Sie Beschwerden an der Hand? Wenn Sie unter Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Taubheitsgefühlen leiden, zögern Sie nicht. Vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch mit Dozent Dr. Matiasek – gemeinsam finden Sie eine Lösung, die Sie wieder beweglich macht. Sie sind bei uns in den besten Händen.
Wann ist eine handchirurgische Beratung sinnvoll?
Wenn Sie unter Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Taubheitsgefühlen in der Hand leiden, sollten Sie nicht zu lange warten. Eine frühzeitige Abklärung kann viel zur Erhaltung der Handfunktion beitragen. Vereinbaren Sie einen Termin mit Dozent Dr. Matiasek und lassen Sie sich individuell beraten. Ihre Hände sind bei ihm in den besten Händen.






