Was ist eine Fettabsaugung?
Wer unter unschönen Fettablagerungen leidet, kann diese Schönheitsfehler mittels einer Fettabsaugung korrigieren lassen. Durch Absaugen des überflüssigen Fettes aus dem Gewebe reduziert dieser chirurgische Eingriff die überschüssigen Fettdepots und sorgt für neu modellierte Körperkonturen an den gewünschten Stellen. Der operative Eingriff ist mittels örtlicher Betäubung und Sedierung oder unter Dämmerschlaf möglich und kann während eines Aufenthalts aber auch ambulant erfolgen. Bevor sich Patienten für eine Fettabsaugung – auch Liposuktion genannt – entscheiden, empfiehlt sich ein persönliches Gespräch mit Dozent Dr. Matiasek.
Welche Gründe sprechen für eine Fettabsaugung?
Eine Fettabsaugung kann in vielen Fällen eine wirksame Methode sein, um unerwünschte Fettablagerungen an diversen Körperstellen zu entfernen – gerade dann, wenn sich die Fettpolster trotz Sport und gesunder Ernährung hartnäckig in den Problemzonen halten. Frauen leiden oft unter überschüssigen Fettablagerungen an Oberschenkel und Hüften, den sogenannten „Reiterhosen“. Genetische Dispositionen oder bestimmte Lebenssituationen – wie eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre – sorgen oftmals für mehr Fetteinlagerungen, die sich mittels einer Liposuktion gut beseitigen lassen.
Auch bei der krankhaften Fettverteilungsstörung Lipödem ist eine Fettabsaugung vor allem im frühen Stadium eine sinnvolle Maßnahme, mit der sich das krankhafte Fett nachhaltig entfernen lässt. Männer wiederum haben oft mit hartnäckigen Fettpolstern am Bauch und an der Hüfte, dem sogenannten Rettungsring, zu kämpfen. Wenn sich das Körperfett an diesen Stellen besonders hartnäckig hält, ist das Unterhautfettgewebe für diese Probleme verantwortlich. Dieses lässt sich weder durch erhöhten Kalorienverbrauch mithilfe von Sport noch durch eine reduzierte Kalorienzufuhr mittels Diäten beeinflussen. Die Absaugung des Unterhautfettes ist in diesem Fall eine erfolgreiche Praxis, um das Körperbild dauerhaft zu korrigieren.
Eine Gynäkomastie, eine vergrößerte Männerbrust, stellt bei männlichen Patienten einen weiteren Grund für eine Liposuktion dar. Eine Fettabsaugung ist jedoch kein Mittel, um abzunehmen oder Übergewicht zu verlieren und ersetzt weder Sport noch Diäten. Ziel ist die Entfernung von Körperfett an unerwünschten Stellen. Dies hat eine sanfte Modellierung des Körpers und eine nachhaltige Körperkorrektur zur Folge, um das Selbstwertgefühl dauerhaft zu verbessern.

Wer eignet sich für eine Fettabsaugung?
Patienten sollten volljährig und bei guter Gesundheit sein. Grundlage und Voraussetzung ist immer ein Beratungsgespräch mit Dozent Dr. Matiasek. Bedeutend für den Behandlungserfolg ist vor allem die Beschaffenheit der Haut, des Bindegewebes und des Fettgewebes. Nur eine relativ straffe und elastische Haut kann sich nach dem Eingriff wieder an den Körper anlegen. Bleibt überschüssige Haut zurück, ist ein weiterer operativer Eingriff notwendig, um diese im Anschluss zu entfernen.
Für eine erfolgreiche Fettabsaugung ist daher nicht das Alter ausschlaggebend, sondern der Elastizitätsgrad der Haut und ihre Fähigkeit wieder zu schrumpfen. Darüber hinaus sollten die Patienten über einen guten gesundheitlichen Allgemeinzustand sowie ein stabiles Gewicht verfügen. Frauen dürfen weder schwanger sein noch stillen. Sind all diese Voraussetzungen gegeben, ist eine Fettabsaugung ein risikoarmer Eingriff ohne große Schmerzen.
Welche Methoden für eine Fettabsaugung gibt es?
Tumeszenz-Technik
Die Methode, die am häufigsten für eine Fettabsaugung angewendet wird, ist die Tumeszenz-Technik. Dabei spritzt Dozent Dr. Matiasek ein Gemisch aus sterilem Wasser, Kochsalzlösung und Betäubungsmittel über feine Kanülen an der gewünschten Stelle unter die Haut. Diese Flüssigkeit sorgt dafür, dass sich die Fettzellen vom Gewebe lösen. Die kleinen Einschnitte setzt Dozent Dr. Matiasek an unauffälligen Stellen wie einer Hautfalte. Sobald die Betäubung wirkt und die Fettzellen sich mit der Flüssigkeit gelöst haben, saugt Dozent Dr. Matiasek diese vorsichtig ab. Im Anschluss vernäht er die kleinen Schnitte mit feinen Nähten. In der Regel schrumpft die Haut aufgrund der inneren Vernarbung nach dem Eingriff und passt sich der neuen Form an.
Vibrationstechnik (Power-assistierte Liposuktion, PAL)
Bei der Vibrationstechnik, auch Power assistierte Liposuktion (PAL) genannt, injiziert Dozent Dr. Matiasek ein Gemisch aus physiologischer Kochsalzlösung und Lokalanästhetikum in die zu behandelnden Stellen. Diese lockert das Gewebe, damit anschließend kleine vibrierende Kanülen eingeführt werden können, die sich bis zu 80-mal pro Sekunde bewegen. Diese schonende Methode eignet sich für Behandlungen am gesamten Körperbereich. Durch die Vibrationen kann effizienter abgesaugt werden, wobei auch die Kollagenproduktion angeregt wird.
BodyTite, BodyTite turbo und Quantum
Hierbei kommt präzisionsgesteuerte Wärmeenergie (Radiofrequenz) zum Einsatz. Eine Elektrode erzeugt Radiowellen, die über eine feine Kanüle unter die Haut geführt werden. Die Radiowellen verflüssigen die Fettzellen, wodurch sie sich gut absaugen lassen. Außerdem regen sie die Neubildung von Kollagen an. Durch die Weiterentwicklung (BodyTite turbo, Quantum) kann ein noch effizienterer Straffungseffekt erzielt werden. Eine externe Elektrode überwacht die Temperatur, um Überhitzung zu vermeiden.
Kombination aus PAL und RF-Assistenz
In vielen Fällen empfiehlt sich die Kombination aus Power-assistierter Liposuktion (PAL) und der oben beschriebenen Radiofrequenz-Technologie.
An welchen Stellen kann eine Fettabsaugung durchgeführt werden?
Grundsätzlich an allen Stellen mit Fettdepots: Oberschenkel, Po, Bauch und Taille, im Hals- und Kinnbereich, Rücken, Oberarme, Knie, Waden und Fesseln sowie an der männlichen Brust. An Innenseiten der Oberschenkel, Oberarmen und Brüsten kann eine zusätzliche Straffung erforderlich sein. Vor jeder Liposuktion ist es notwendig, die Elastizität der Haut zu prüfen.
Worauf sollte man vor einer Fettabsaugung achten?
Ein Beratungsgespräch mit Dozent Dr. Matiasek ist unbedingt notwendig. Dabei werden Gründe, Wünsche, Methoden, Risiken und ein individueller Behandlungsplan besprochen. Zwei Wochen vor der Operation sollten Alkohol und Nikotin minimiert werden. Nach Rücksprache sollten keine Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure eingenommen werden. Regelmäßig eingenommene Medikamente, Allergien und Vorerkrankungen müssen mitgeteilt werden. Kurz vor der Operation sollten ölige Dusch- und Badezusätze sowie Körpercremes vermieden und Metallschmuck entfernt werden.
Der Eingriff kann ambulant erfolgen; in manchen Fällen wird eine Übernachtung empfohlen. Ob lokale Betäubung ausreicht oder eine Vollnarkose erforderlich ist, wird im Beratungsgespräch entschieden.
Wie läuft eine Fettabsaugung ab?
Die konkrete Methode wird vorab festgelegt. Nach Gesundheitscheck und Aufklärung markiert Dozent Dr. Matiasek die zu behandelnden Bereiche, desinfiziert und deckt ab. Unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose wird die Tumeszenzlösung infiltriert und die überschüssigen Fettzellen über kleine Schnitte abgesaugt. Gegebenenfalls wird zusätzlich eine RF-gestützte Straffung durchgeführt. Anschließend werden die Schnitte vernäht. Die Operationsdauer hängt von Umfang und Technik ab. Eine Fettabsaugung modelliert den Körper, ist aber kein Verfahren zur Gewichtsabnahme.
Worauf ist nach einer Fettabsaugung zu achten?
Direkt nach dem Eingriff erhalten Patienten ein Kompressionsmieder für 4–6 Wochen (Tag und Nacht). Es beugt der Ansammlung von Flüssigkeiten vor und unterstützt die Formgebung. Schwellungen, Blutergüsse und leichte Schmerzen sind möglich und klingen üblicherweise innerhalb von 6–8 Wochen ab. Leichte Bewegung reduziert die Thrombosegefahr. Lymphdrainage mittels Endermologie (LPG) kann ab etwa einer Woche die Wundheilung unterstützen. Kalte Duschen fördern die Durchblutung; Vollbäder sollten zunächst vermieden werden.
Kontrolltermine und Nachuntersuchungen erfolgen je nach Empfehlung zwischen einer und sechs Wochen. Für bis zu sechs Wochen sollte auf körperliche und besonders sportliche Aktivitäten verzichtet werden. Während der Wundheilungsphase sind Rauchstopp und reduzierter Alkoholkonsum empfehlenswert.
Wie lange ist die Ausfallszeit nach einer Fettabsaugung?
Die Ausfallszeit hängt vom Beruf und den behandelten Zonen ab. In den meisten Fällen ist die Rückkehr in den Alltag nach 1–3 Tagen möglich; leichte berufliche Tätigkeiten nach etwa zwei Wochen. Bei kleineren Eingriffen sind Patienten teils bereits am nächsten Tag arbeitsfähig, spätestens nach einer Woche.
Sind Narben nach einer Fettabsaugung möglich?
Die kleinen Einstiche für die Kanülen hinterlassen kleine Narben, die in der Regel sehr gut verheilen und später kaum erkennbar sind. Nach Möglichkeit werden Schnitte in natürlichen Hautfalten platziert.
Wie schmerzhaft ist eine Fettabsaugung?
Die Behandlung erfolgt meist ambulant und unter Lokalanästhesie und ist daher in der Regel gut tolerierbar. Unmittelbar nach dem Eingriff können Blutergüsse, Schwellungen und muskelkaterähnliche Schmerzen auftreten; bei Bedarf werden schmerzlindernde Medikamente verordnet.
Welche Narkose erfolgt bei einer Fettabsaugung?
In den meisten Fällen im Dämmerschlaf und unter lokaler Betäubung; auf Wunsch oder bei größeren Eingriffen in Vollnarkose. Die optimale Variante wird individuell festgelegt.
Wann kann man die Ergebnisse einer Fettabsaugung sehen?
Erste Ergebnisse sind nach ca. sechs Wochen sichtbar; nach drei Monaten ist die neue Kontur gut erkennbar. Das Endergebnis zeigt sich meist nach 6–12 Monaten, wenn Schwellungen abgeklungen sind und die Haut sich angepasst hat.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Fettabsaugung?
Wenn hartnäckige Fettpolster trotz Ernährung und Sport bestehen und die Ästhetik bzw. das Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Voraussetzung sind Volljährigkeit und ein guter Allgemeinzustand.
Welche Vorteile hat eine Fettabsaugung?
Sie zählt zu den häufigsten Schönheitsoperationen und ist bei Durchführung durch einen qualifizierten Facharzt risikoarm. Überschüssige Fettzellen lassen sich schonend entfernen; bei gesunder Lebensweise sind die Ergebnisse langfristig. Die Rekonvaleszenz ist – abhängig vom Umfang – oft rasch.
Kann körpereigenes Fettgewebe an anderen Stellen eingesetzt werden?
Ja, z. B. für Brustvergrößerung mit Eigenfett oder Po-Vergrößerung (BBL). Hier dient die Fettabsaugung als vorbereitender Schritt. Das gewonnene Fett wird aufbereitet und an anderer Stelle injiziert. Eigenfettbehandlungen gelten als beliebt im Vergleich zu Fremdmaterialien wie Hyaluronsäure; die Methode besteht jedoch aus zwei Eingriffen und erfordert eine längere Erholungsphase.
Wie lange hält eine Fettabsaugung?
Abgesaugte Fettzellen wachsen nicht nach; die Reduktion in der behandelnden Region ist dauerhaft. Ein gesunder Lebensstil hilft, das Ergebnis zu erhalten.
Wie viel Kilo nimmt man bei einer Fettabsaugung ab?
Eine Fettabsaugung ist kein Verfahren zur Gewichtsreduktion. Pro Eingriff können in der Regel bis zu etwa fünf Liter Fett entfernt werden; darüber hinaus steigt das Risiko. Bei Lipödem können mehrere Sitzungen erforderlich sein.
Mit welchen Risiken ist eine Fettabsaugung verbunden?
Wie bei jeder Operation sind Komplikationen möglich: Blutergüsse, Schwellungen, Blutungen, Wundheilungsstörungen, Narben, Infektionen, vorübergehende Taubheitsgefühle, Thrombosen/Embolien, Serome, Hautunregelmäßigkeiten. Sorgfältige Hygiene und standardisierte Verfahren dienen der Risikominimierung. Eine ausführliche Aufklärung erfolgt im Beratungsgespräch.
Welche Ärzte können eine Fettabsaugung durchführen?
Empfohlen ist die Durchführung durch einen Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie.
Ab welchem Alter ist eine Fettabsaugung möglich?
Mindestens ab 18 Jahren. Entscheidend sind Hautelastizität und allgemeiner Gesundheitszustand – nicht das kalendarische Alter.
Ist eine Fettabsaugung immer möglich?
Voraussetzung ist ein guter Gesundheitszustand. Bestimmte Vorerkrankungen (z. B. relevante Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gerinnungsstörungen, schwere Leber-/Nierenerkrankungen) oder Medikamente, die die Gerinnung beeinflussen, können das Risiko erhöhen. Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum sollten vor und nach dem Eingriff pausiert werden. Individuelle Risikofaktoren werden im Beratungsgespräch geklärt.

Welche Alternativen zur Fettabsaugung gibt es?
Wenn Sie sich gegen einen chirurgischen Eingriff entscheiden, besteht die Möglichkeit einer Kryolipolyse. Dabei werden Fettzellen durch Kälteanwendung reduziert und anschließend über das Lymphsystem abgebaut. Auch mit Morpheus8 Behandlungen an Gesicht, Hals und Körper lassen sich unliebsame Fettdepots behandeln.
Wie viel kostet eine Fettabsaugung?
Die Kosten sind individuell und variieren je nach Art und Umfang. Der Preis staffelt sich nach Zonen und beginnt bei ca. 3900 Euro. Im Beratungsgespräch werden die Kosten transparent erläutert.
Übernehmen die Krankenkassen in Österreich die Kosten für eine Fettabsaugung?
Bei medizinischer Notwendigkeit, z. B. bei Lipödem, können Zuschüsse oder eine teilweise Kostenübernahme möglich sein. Eine Klärung im Vorfeld wird empfohlen.






